Was ist Kombucha?

Handwerklicher Kombucha ist ein süß-saures und leicht kohlensäurehaltiges, fermentiertes Teegetränk, das auch in der Flasche noch lebende Mikroorganismen enthält.

 

Entscheidend für die Qualität eines Kombuchas ist die Fermentation. Die mit einer Kombucha-Kultur zugesetzten Hefen und Bakterien verstoffwechseln dabei Zucker und die Nährstoffe des Tees. Dabei entstehen zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe und es verbleibt nur noch ein geringer Restzuckergehalt im fertigen Kombucha.

 

Nach der Fermentation kann natürlich hergestellter Kombucha die folgenden Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Mengen enthalten:

  • Vitamine (B1, B2, B3, B6, B12, C, D, E, K)
  • Spurenelemente & Mineralstoffe (Eisen, Kalium, Kalzium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Zink)
  • Enzyme (Bio-Katalysatoren, die in unserem Körper für zahlreiche biochemische Prozesse wichtige Aufgaben übernehmen)
  • Organische Säuren (Essigsäure, Folsäure, Gluconsäure, Glucuronsäure, Oxalsäure, rechtsdrehende Milchsäure, Usninsäure, Weinsäure)

Außerdem enthält der Kombucha noch ca. ein Drittel des zu Beginn der Fermentation im Tee enthaltenen Koffeins (ca. 8 – 12 mg pro 100 ml).

Woran erkenne ich einen guten Kombucha?

Das Herz des Kombuchas ist die Starterkultur, eine symbiotische Kultur von Bakterien und Hefe, welche häufig auch als SCOBY bezeichnet wird (was für „Symbiotic Culture of Bacteria and Yeasts“ steht). Obwohl einige der am Markt erhältlichen Kombuchas unpasteurisiert sind und auch noch lebende Kulturen in der Flasche enthalten, beschränken sich manche Hersteller darauf, industriell hergestellte Starterkulturen zu bestellen und diese mit Tee und weiteren Zutaten zu verdünnen um Ihren Kombucha zu „brauen“. Ob dies noch handwerklich ist, lässt sich diskutieren. Auf jeden Fall ist es natürlich viel weniger aufwändig und auch deutlich günstiger so zu produzieren, als die Kombucha-Kultur selber herzustellen und zu pflegen.
Wir stellen die Starterkultur für unseren Kombucha selbstverständliche mit viel Leidenschaft selber her. Dies ist zwar zeitaufwändig und durchaus ressourcenintensiv, lohnt sich aber, da es sich letztendlich auch in der Qualität widerspiegelt.

Bei aromatisierten Kombuchas werden schlechte oder fehlerhafte Geschmacksprofile häufig überdeckt. Daher lässt sich die Qualität eines Kombuchas am besten anhand eines nicht aromatisierten „puren“ Kombuchas erkennen. Nur die richtige Auswahl eines hochwertigen Tees in Verbindung mit den richtigen Fermentationsparametern garantiert ein rundes und harmonisches Geschmacksprofil mit der richtigen Balance aus Süße, Säure und des Teearomas. Insbesondere die Säurequalität ist dabei von Bedeutung, da diese bei falscher Gärführung zu einem faden Geschmack beitragen oder sogar eine kratzige Qualität ausprägen kann.

Im Gegensatz zu industriell hergestellten pasteurisierten Kombuchas enthalten handwerkliche Kombuchas noch lebendige Hefen und Bakterien in der Flasche. Dies kann in einigen Fällen zu recht unansehnlichen Hefeablagerungen führen. Auch die Bildung einer dünnen milchweißen Schicht (einem neuen Scoby) im Flaschenhals ist möglich. Dabei handelt es sich um einen aus bakterieller Zellulose bestehenden Ballaststoff, welcher für den Konsum völlig unbedenklich ist – man könnte sogar von einem Qualitätsmerkmal sprechen (da es ein Hinweis auf bakterielle Aktivität ist). Allerdings wird dieser Miniscoby von manchen Kombuchatrinkern als störend wahrgenommen und reduziert somit den Trinkgenuss. 
Ein feines Hefesediment und höchstens ein ganz feiner „Scobyschleier“ der beim Trinken nicht wahrgenommen wird sind daher Qualitätsmerkmale besonders guter Kombuchas.
Wegen der noch lebenden Mikroorganismen in der Flasche, kann es zudem zu einer schleichenden Veränderung der Qualität kommen. Dementsprechend ist natürlich auch die Geschmacksstabilität des Kombuchas von besonderer Bedeutung; sowohl von Charge zu Charge als auch für die Zeit, die er in der Flasche verbringt, bis er getrunken wird. Aufgrund unseres innovativen Herstellungsprozesses ist die Qualität unseres Kombuchas besonders konstant – auch wenn er mal für eine Weile nicht gekühlt wird.

Im Rahmen einer zuckerarmen Ernährung als Bestandteil eines gesunden Lebensstils sollte nicht zuletzt auch der Zuckergehalt ein Rolle spielen. Mit nur 3,6 g pro 100 ml hat unser Kombucha nur noch einen relativ geringen Restzuckergehalt.  Eine angenehme Süße lässt sich durch das Zusammenspiel der richtigen Mengen von Gluconsäure und Fructose dennoch erreichen.